Ich habe den olympischen Triathlon überlebt!
Und das auch noch in besserer Verfassung als ich dachte. :)
Nachdem ich ja nur Schwimmen und Laufen aktiv trainiert hatte und für das Fahrradfahren immer etwas dazwlischenkam, hatte ich meine Zeiten hochgerechnet und angenommen, dass ich in etwa 4 Stunden für den gesamten Triathlon brauchen würde.
Mein Ziel war es, das alles ganz ruhig anzugehen und mich bloß nicht zu stressen. Mir ging es ja nicht um die Zielzeit, sondern darum, die olympische Distanz wenigstens einmal mitgemacht zu haben. Mein einziger Anspruch war, wenn irgend möglich, bei unter 4 Stunden zu bleiben.
Was dann letztendlich daraus wurde hat nicht nur meine Familie und Freunde überrascht, sondern auch mich selbst.
Beim Schwimmen konnte ich doch viel mehr Kraulen als gedacht und musste nur zwischendurch mal Brustschwimmen, um die Lage zu peilen (in der Elbe sieht man ja nichts). Das hatte zur Folge, dass ich die Schwimmstrecke sogar schneller hinter mir hatte als im Training.
Dann ging es auf die Radstrecke. Ich hätte tatsächlich noch etwas schneller sein können, aber ich wollte mich nicht überanstrengen und da ich das gesamte Jahr kaum Fahrrad gefahren war, wollte ich meinen Gelenken und Muskeln nicht zu viel zumuten. Safety first. Hier ging es ja nicht um die Zeit, sondern nur darum, in einem Stück im Ziel anzukommen. ^^Als ich von der Radstrecke zurück in die Wechselzone kam, konnte ich meine Familie, aka. meinen persönlichen Fanclub, nirgends entdecken. Auch auf dem Weg von der Wechselzone zur Laufstrecke waren sie nicht. Ich befürchtete, dass sie mich verpasst haben mussten. Noch auf dem ersten Kilometer der Strecke fragte ich einen Zuschauer im Vorbeilaufen nach der Uhrzeit. Er sagte 10:30Uhr. Das überraschte mich. Ich war doch um 8:30 gestartet. Nach meiner Überschlagsrechnung hätte es schon ca. 40 Minuten später sein müssen. Stimmte die Zeit? War ich wirklich so viel schneller gewesen? Stand mein Fanclub etwa jetzt noch am Ende der Radstrecke und wartete darauf, dass ich vorbeikam?
Als dann auch beim Zieleinlauf niemand zu finden war, wusste ich, wir alle hatten mich unterschätzt. Allen voran ich selbst, denn ich hatte ja meine voraussichtliche Zeit angesagt.
Erschöpft aber glücklich ging ich zum Ende der Radstrecke, wo ich meinen Begleittrupp einsammelte, der immer noch nach mir Ausschau hielt und schon anfing sich Sorgen zu machen, dass mir etwas passiert sein könnte. Leider hatten sie somit allesamt meinen Zieleinlauf verpasst und konnten mich gar nicht mehr auf dem letzten Stück anfeuern, aber so ist es mir lieber als wär etwas dazwischengekommen oder ein Unfall passiert.
Fazit: Immer wachsam bleiben! ;)
Es ist doch immer wieder erstaunlich, was man so alles schafft, wenn man es nur versucht!





























